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Entstehung des Financial Fairplays im Fussball

Entstehung des Financial Fairplays im Fussball
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Financial Fairplay im Fussball

Financial FairplayDas Financial Fairplay im Fussball ist eine Regelung, die im Jahr 2009 vom Exekutivkomitee der UEFA erarbeitet wurde. Nicht nur ehrgeizig, sondern mittlerweile auch überaus erfolgreich bildet diese Regelung einen eindeutigen Rahmen, innerhalb welchen sich die Clubs hinsichtlich ihres Finanzgebarens bewegen dürfen. Als Konsequenz aus der Einführung des Financial Fairplay im Fussball sind die ausstehenden Zahlungen der europäischen Clubs der ersten Ligen um ein deutliches Maß zurückgegangen.

Entstehungsgrund

Vor der Einführung des Financial Fairplay im Fussball standen einige europäische Clubs vor massiven wirtschaftlichen Problemen. Die Spirale an Spielergehältern und Transferpreisen hatte exorbitante Züge angenommen. Man war ernsthaft in Sorge um den internationalen Vereinsfussball. Daher wurde die Einführung des Financial Fairplay im Fussball auch von den Vereinen selbst unterstützt. Somit wurde ein weiteres Ausufern der hohen Verschuldung der Vereine durch explosionsartige Entwicklungen auf dem Transfermarkt zumindest gedämpft. Das Regelwerk selbst trat 2010 im Juni in Kraft. Die Regelungen zum Financial Fairplay im Fussball wurden regelmäßig aktualisiert. Dies geschah im Jahre 2012, 2015 und 2018. Doch die Ziele und Werte, die diesem Regelwerk zugrunde liegen, sind unverändert geblieben.

Diese sind:
Fussballclubs sollen an Transparenz und Glaubwürdigkeit gewinnen. Zusätzlich auch der wirtschaftliche Zustand auf soliden Füßen stehen bleiben, bzw. wieder gestellt werden.
Ein nicht unwesentlicher Punkt war auch der Schutz der Kreditgeber und anderer Gläubiger. Insbesondere sind hier die Sozialbehörden und steuerlichen Einrichtungen gemeint.
Eine allgemeine Einführung an Realitätssinn und Disziplin hinsichtlich des geschäftlichen Verhaltens.
Die Vereine sollten wie andere Unternehmen auch ihre Ausgaben innerhalb des Rahmens der generierten Einnahmen tätigen.
Einführung von verantwortlichem Verhalten im wirtschaftlichen Bereich um so den Fussball dauerhaft zu bewahren.
Unter Einhaltung der Regeln des Financial Fairplay sollen die Clubs auf solidem Fundament wirtschaften und so vor dem finanziellen Ruin geschützt werden.
Zentrale Hauptbereiche, die die UEFA in seiner Regelung zum Financial Fairplay im Fussball aufgestellt hat, sind erstens die Vereinbarung, dass alle Vereine in einem fixen zeitlichen Rahmen eine ausgeglichene Rechnung nachweisen müssen. Dieser Punkt wird seit 2012/2014 seitens der UEFA überprüft. Zum Zweiten gilt es, sicherzustellen, dass alle Transfer- und Gehaltszahlungen erbracht werden.

Entstanden aus dem Lizensierungsverfahren

Bereits mit dem Lizensierungsverfahren hat die UEFA erfolgreich auch die Exekutive bei eventuellen Zuwiderhandlungen durchführen können. So fußt das System des Financial Fairplay im Fussball auf genau diesen Erfahrungen.
Allerdings geht man hier deutlich weiter. Denn das Financial Fairplay im Fussball soll nicht nur den Ist-Zustand eines Vereins zu einem bestimmten Zeitpunkt bewerten und ggf. sanktionieren, sondern über die gesamte Zeit das Finanzgebaren des jeweiligen Vereins und damit mögliche Auswirkungen auf seine wirtschaftliche Situation einschätzen und nachhaltig stabilisieren.

Auswirkungen der Regelung

Seit Einführung des Financial Fairplay im Fussball hat sich die wirtschaftliche Situation aller Vereine deutlich verbessert.
Dadurch, dass es nunmehr zur Regel wurde, dass die Vereine sich wirtschaftlich selbst zu tragen haben, hat sich die wirtschaftliche Situation vieler vereine deutlich gebessert. Dies gelang durch geeignete Mittel zur Sanktion durch die UEFA.

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Christian

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